Nicht von gestern! Film der Schüler*innen des „Poly“ im GrazMuseum

Wie geht erinnern? –

medienwerkstatt graz und GrazMuseum haben in Zusammenarbeit mit Jugendlichen der Polytechnischen Schule einen Kurzfilm zur NS Geschichte der Stadt produziert . Im Focus: Das sogenannte „Lager Liebenau“ – ein Zwangsarbeiter*innenlager und 1945 „Station“ des sogenannten „Todesmarsches“, vor allem ungarischer Juden und Jüdinnen, nach Mauthausen. Im April 1945 wurden mindestens 35 Menschen hier ermordet. Ein über lange Zeit vergessener Ort des Verbrechens, der erst durch den geplanten Bau eines Kraftwerks an der nahe gelegenen Mur ins Bewusstsein gerückt ist.

Startpunkt der Arbeit war die Auseinandersetzung von Jugendlichen mit Museumsobjekten aus der NS-Zeit. Die weitere Beschäftigung führte in den öffentlichen Raum. Freigelegte Fundamente und andere Reste, die dem NS-Zwangsarbeitslager Liebenau zuzuordnen sind, gaben Anlass nach der Geschichte des Areals und nach gegenwärtigen Praktiken des Erinnerns zu fragen. Die Jugendlichen filmten, machten Tonaufnahmen, zeichneten und konzipierten Interviews. Das Video spiegelt ihre Auseinandersetzung mit dem Ort und ihre eigenen Überlegungen zur Erinnerungspolitik.

Eine Arbeit im Rahmen des Projektes „Nicht von gestern!“ von Museum der Geschichte Österreich und Kulturkontakt Austria.

Der Kurzfilm wurde am 8. Juni im BMBWF präsentiert und ist jetzt in der Ausstellung „Lager Liebenau – ein Ort verdichteter Geschichte“ im GrazMuseum zu sehen. Es ist die erste wissenschaftliche Ausstellung zu diesem Ort, kuratiert vom Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung unter der Leitung von Barbara Stelzl-Marx. Die Ausstellung läuft bis 8.4.2019

grazmuseum.at/ | hdgoe.at/ | kulturkontakt.or.at/

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